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Berichtswesen mit Reporting Services

Die Microsoft SQL Server Reporting Services (SSRS) ermöglichen die Erstellung und Verwaltung von Berichten.
Die Administration erfolgt über ein Webinterface.

In SSRS werden Berichte in der Report Definition Language (RDL), einer XML-Auszeichnungssprache definiert. Berichte können mit neueren Versionen von Microsoft Visual Studio durch die Installation des Business-Intelligence-Projects-Plugins entworfen werden; Auf der Basis der RDL-Texte können Berichte in einer Anzahl von Formaten erzeugt werden, darunter Excel, PDF, CSV, XML, TIFF und andere Bildformate, sowie als HTML-Webarchiv. SQL Server 2008 unterstützt auch das Microsoft Word- (DOC)-Format.

Benutzer können direkt mit dem Report-Server-Webservice arbeiten, oder stattdessen den Report Manager benutzen, eine Webanwendung, die ihrerseits mit dem Report Server kommuniziert. Mit Report Manager können Benutzer Reports ansehen und abonnieren sowie Reports, Datenquellen und Sicherheitseinstellungen verwalten. Reports können über E-Mail verschickt oder über freigegebene Ordner in ein Dateisystem gestellt werden. Die Sicherheit ist rollenbasiert und kann auf der Ebene der Einzelobjekte (Report, Datenquelle), von Ordnern solcher Objekte, oder global für alle Objekte definiert werden. Die Rollen können vererbt und überladen werden.

Reports können mit „Abonnements“ regelmäßig erzeugt werden. Eine Besonderheit sind die datengesteuerten Abonnements, die es erlauben, die Menge der zu erzeugenden Reports dynamisch mit ihren Parametern der Datenbank selbst zu entnehmen.

Zusätzlich zum autonomen Report Server, der Teil der SQL-Server-Auslieferung ist, können RDL-Reports auch mit ReportViewer über das Web oder über Windows Forms betrachtet werden. Dadurch können Reports direkt in Webseiten oder .NET-Anwendungen eingebettet werden. ReportViewer kann Reports entweder über den Server, oder lokal verarbeiten.


Report Builder
Mit den Report Builder steht für (Power-) User eine Anwenung zur Verfügung leistungsfähige Berichte zu erstellen..


Reports in SharePoint
Neben dem hier geschriebenen eigenständigen Modus kann der Report Server alternativ im Sharepoint-integrierten Modus betrieben werden. Hierbei übernimmt der Microsoft Office SharePoint Server die Verwaltung der Berichte und die Visualisierung innerhalb des Sharepoint-Portals.

Neuerungen in den Reporting Services 2008 (SSRS)

Die Reporting Services 2008 haben umfangreiche Erweiterungen und Verbesserungenerfahren:

Flexibleres Berichtslayout durch Tablix und Gauges
Die größten Änderungen des Reporting Services 2008 im Vergleich zu seinem Vorgänger sind die Einführung neuer Diagramme, Gauges und der Tablix (Kombination aus Tabelle und Matrix) und welche es nun ermöglicht anspruchsvolle und repräsentative Grafiken von Kennzahlen, KPIS usw. darzustellen und zu visualisieren.

Neues Exportformat Word
Zudem werden Werkzeuge zur Verwaltung und Publizierung von Berichten bereit gestellt.
Alle Rendering-Engines wurden überarbeitet, ein Rendering im Word-Format ist nunmehr möglich.

Report Designer für Endbenutzer
Endbenutzer erhalten die Möglichkeit, mit dem Report Designer anspruchsvolle Berichte ohne Verwendung des Business Intelligence Development Studios zu erstellen.

Installation und Betrieb unabhängig von IIS
Für die Bereitstellung von Berichten über das Internet ist kein dedizierter Webserver (IIS) mehr erforderlich.

Architektur der Reporting Services 2008

Tablix

Tablix mit Microsoft Reporting Services 2008

Eine wichtige Neuerung bei den SQL Server 2008 Reporting Services heißt Tablix. Tablix ist eine Wortkreation aus „Table“ und „Matrix“. Dabei handelt es sich um ein neues Visualisierungselement, das sowohl die Funktion einer Tabelle als auch einer Matrix aufweist.

In einem Tablix werden Zeilen- und Spaltengruppierungen kombiniert. Tablix eröffnet neue Möglichkeiten hinsichtlich des Arbeitens mit komplexen und aggregierten Daten, das Arbeiten mit einfachen Tabellen und Matrixstrukturen ist jedoch weiterhin möglich.
Bis zur 2005er Version der Reporting Services musste die Entscheidung entweder auf eine Liste, eine Tabelle oder eine Matrix fallen. Je nach Steuerelement waren Zeilen- oder Spaltengruppierungen möglich. Tablix ist eine Datenregion, weshalb die Toolbox kein entsprechendes Steuerelement enthält. Die Datenregion integriert sich in Listen, Tabellen und Matrizen, indem Tabellen mit Zeilengruppierungen durch Spaltengruppierung ergänzt in echte Kreuztabellen konvertiert werden.

Tabelle und Matrix mit Reporting Services 2008

Reporting Services 2008 R2

Tablix mit Reporting Services

Tablix Struktur

Neuerungen Reporting Services SQL Server 2008 R2

Business Intelligence ist der Schwerpunkt der SQL Server 2008 R2 Version. Neben PowerPivot bedeutet das vor allem Verbesserungen in den Reporting Services.
Highlight sind das neue Map-Control für Kartendarstellungen in Berichten, der neue Report Builder 3.0 sowie Verbesserungen im Report Manager.

Für die Visualisierung von Daten stehen jetzt mit Sparkelines, Data Bars und Indikator mehrere Elemente zur Verfügung.
Mehr Infos im Bereich Sparkelines.

Report Builder 3

Interessantest Neuerung bei den Reporting Services im Release R2 ist der Report Builder 3.0. Er verfügt jetzt über einen neuen Servermodus, der beim Rendern von Berichten ein Caching durchführt. Anschließende Layout-Änderungen werden damit beschleunigt, da die Daten direkt aus dem Cache geholt werden.

Für die Berichtsgestaltung sind neue Controls verfügbar. So erlauben die Reporting Services nun mit Map Control die Darstellung von Landkarten und Geodaten, die in einer SQL-Datenbank gespeichert sind. Mit den Reporting Services generierte Berichte lassen sich auch in Powerpivot-Anwendungen und andere Applikationen integrieren, wenn sie im Atom-XML-Format erstellt werden.

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